Unser schulpädagogisches Konzept:

"Der allein ist der geschickteste Methodiker, der seinen Unterricht so einzurichten versteht, dass jede Begabung die ihr angemessene Schwierigkeit findet." (Georg Kerschensteiner)

1.1 Grundhaltung:

Die Kerschensteiner-WRS versteht sich als Schule für alle Kinder, jeder Schüler ist in unserer Schulgemeinschaft willkommen.

Alle Schülerinnen und Schüler werden individuell betreut, gefördert und gefordert mit dem Ziel den bestmöglichen Abschluss zu erlangen.

Die Schule unterstützt die Schüler beim Erreichen ihrer Ziele, indem sie die Kinder in ihrem Tempo gemeinsam und selbstbestimmt lernen lässt.

Unser Ziel ist, dass die Schüler Lebenstüchtigkeit erlangen und somit aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dabei ist jeder Schüler für das eigene Lernen mitverantwortlich.

Der Umgang ist von Wertschätzung und Respekt geprägt. Fehler sind bei uns willkommen, sie zeigen uns auf, welche Lernfelder wir noch begehen müssen. Die Lehrer, das pädagogische Personal der außerschulischen Träger und das nicht-lehrende Personal unterstützen sich gegenseitig und kooperieren mit inner-und außerschulischen Partnern.

Wir, als Schulgemeinschaft, fordern und bieten eine gute Kooperation zwischen Schule und Elternhaus. Wir erwarten, dass unser Leitbild und unsere Grundhaltung unterstützt werden.

1.2 Übersicht unserer pädagogischen Säulen und deren Bausteine               
 

Unsere Schule zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Schüler individuell Bausteine bekommt, die er zum Bauen seiner Zukunft benötigt (siehe Seite: Über uns, Einleitung). Die einzelnen Bausteine sind miteinander vernetzt und bilden sogenannte Säulen, die aus den von der Schule aufgestellten Leitbildern resultieren (siehe Seite: Über uns, Leitbild unserer Schule). Nachfolgend sind alle Säulen und deren Bausteine dargestellt:

 Säule 1: Förderung und Integration
  • Alle Klassen werden durch ein Lehrer-Tandem betreut, das die Schüler von Klasse 5-10 begleitet. 
  • LRS - Kurse
  • Eine Online-Diagnose unterstützt die Binnendifferenzierung und die gezielte Förderung.
  • Sprachförderung in Kooperation mit der PH Heidelberg
  • Einzel-und Kleingruppenförderung durch Päd. Assistenten
  • Förderung durch das MAUS-Projekt (Mannheimer Unterstützungssystem Schule): Lehrbeauftragte der Abendakademie, der Stadtbibliothek und der Musikschule arbeiten mit unseren Schülern in Kleingruppen am Montagnachmittag zusammen. Themen im Schuljahr 2011/12: siehe Seite: EBA-Angebote
    Kunst, Zirkus, Tastenschreiben, Experimente, Fußball, Gitarrenkurs, Schlagzeugkurs
  • Förderung durch Angebote der Jugendbegleiter
  • Theaterspiel als integrative sozialförderliche Maßnahme
  • Kooperation mit der Hans-Zulliger-Schule (Schule für Erziehungshilfe) und der Johannes-Gutenberg-Schule
  • Tertialkonferenzen zur kleinschrittigen Begleitung der Lernbiografie
 Säule 2: Mitverantwortung
  • Verantwortung entwickeln und übernehmen die Kinder durch die Organisation des Schülercafes.
  • Ein SMV-Konzept, das eine aktive Mitwirkung der Schüler an der Gestaltung des Schullebens vorsieht. 
  • Ausbildung zu Schulsanitätern 
  • Freizeitangebot: Spielezimmer in Mitverwaltung der Schülerschaft
  • Einrichtung und Erweiterung einer Schülerbücherei
  • Der Förderverein der Schule stellt ein lebendiges und wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Eltern dar und unterstützt diese auf vielfältige Art und Weise, z.B. finanzielle Unterstützung von Klassenfahrten, Leistungs - und Sozialpreisen, Ausstattung des Schülercafés, etc.      
  • Regelmäßige Gespräche der Schülersprecher mit dem Schulleiter
  • Schülerjobs im Rahmen des Unterrichts in den 6.Klassen (siehe Seite: Schülerjobs)
  • Schülerfirma: Snackstyler-Catering in der Mittagspause und bei Schulevents
     
 Säule 3: Persönlichkeitsstärkung
  • EBA als Baustein, eigene Interessen zu findenund oder auszubauen
  • Arizona: ein Trainingsprogramm, das zum eigenverantwortlichen Denken und Handeln der Schüler beitragen soll. Oberstes Ziel ist die störungsarme Durchführung von Unterricht.
  • Ausbildung zu Mediatoren (Streitschlichterprogramm)
  • Suchtprävention
  • Gewaltprävention
  • Gesunderhaltung
  • Die Schüler erhalten die Möglichkeit, ihre persönliche Erlebnis-und Erfahrungswelt durch erlebnisorientierte Maßnahmen zu erweitern (Paddelfreizeit, Kletterwand, Fahrradwerkstatt).
  • Ärztliche Schulsprechstunde durch das Gesundheitsamt Mannheim
  • Zusammenarbeit mit der schulspychologischen Beratungsstelle, den sozialen Diensten und dem Projekt 2.Chance (Projekt zur Vermeidung von Schulverweigerung)
  • Coolnesstraining als Angebot der Schulsozialarbeit
 Säule 4: Berufsvorbereitung
  • Schulbezogenes Curriculum zur Berufsvorbereitung, das die Anbahnung, Entwicklung und Förderung der Ausbildungsfähigkeit unserer Schüler in Kooperation mit außerunterrichtlichen Institutionen initiiert und begleitet.
  • Betriebssuche in Klasse 5
  • Schülerjobs in Klasse 6
  • Schnupperpraktikum in lasse 7-parallel zur Kompetenzanalyse Profil AC
  • Planspiel zur ersten Berufsorientierung in Klasse 7- "Wir gründen eine Firma"
  • Berufsvorbereitungs-Kooperation mit dem Internationalen Bund (MAFAS-Programm)
  • Werkstatttage bei der Handwerkskammer für die Klassen 7/8 (insgesamt 9 Tage)
  • Kooperation mit der SCA und Daimler Chrysler und REWE
  • Projekttage für die  8. Klassen ( Bewerbungstraining, Betriebserkundung)
  • KÜM-Programm (kooperatives Übergangsmanagement), computergestütztes Monitoring, das unterstützt mit persönlichen Gesprächendurch Mitarbeiter des IB, eine Passung zwischen beruflichen Interessen und Kompetenzen des Schülers sucht.
 Säule 5: Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit ist eine selbständige Säule, die mit vielen Bereichen vernetzt ist und über ein eigenes Programm verfügt:

  • Beratungsangebot: Beratung für Schüler, Lehrer und Eltern durch die Schulsozialarbeit und ergänzend 1x monatlich durch den Schularzt. Je nach Bedarf erfolgt die Vermittlung von Hilfemöglichkeiten und die Kooperation mit Hilfeeinrichtungen.
  • Präventionsarbeit:                                                                                              
    5. Klassen: Das Projekt "Guter Start Hauptschule" konzentriert sich auf den Aufbau einer positiven Klassengemeinschaft, die Förderung von Integration in die Schulgemeinschaft und die Stärkung von Sozialkompetenz.
    6. Klassen: Ein Projekt zur Gewaltprävention wird angeboten.
    7. Klassen: Die Projekte "Erleben pur" und "Probleme-nein danke!" dienen der Suchtprävention.
    8. Klassen: Es findet ein dreitägiges Planspiel zur Berufsorientierung statt. Die Schulsozialarbeit bezieht sich im Bereich Berufsorientierung auch auf das bewusste Entdecken eigener Persönlichkeit und individueller Begabungen.
    9. Klassen: Der Schwerpunkt liegt hier in der Unterstützung Einzelner bei der Lebenswegplanung und Berufsorientierung.
  • Freizeitbereich und sozialpädagogische Gruppenarbeit: Dieser Bereich umfasst die Initiierung von Sport-und Entspannungsmöglichkeiten in der Mittagspause, das Anieten des Schülercafés sowie das Anieten von 2 EBA im Nachmittagsbereich. Aufgabe der Schulsozialarbeit ist es auch, auf Anfrage gezielt Programmbausteine bzw. Spiel- und praktische Angebote auszuwählen und in den Klassen anzubieten.
  • Elternarbeit: Die Schulsozialarbeit erstreckt sich hier auf die Mitwirkung bei Elterngesprächen, Elternsprechtag, Elterncafé und Elternabende.
  • Fundraising: Der Focus richtet sich hier auf das Stellen von diversen Förderanträgen für kooperative, pädagogische Projekte mit innovativem Charakter. Nur durch das Fundraising werden viele Projekte und Angebote, die die Qualität & Arbeit der Kerschensteiner - Werkrealschule prägen, erst möglich.
  • Kontaktarbeit mit Kooperationspartnern: Hierzu zählt die Initiierung und Pflege von Kooperationen und Partnern über Einzelkontakte, Arbeitskreise, die Stadtteilkonferenz, regelmäßige Dienstbesprechungen sowie Veranstaltungen und Besuche.