Projektbericht für die Robert Bosch Stiftung

Initiative „Wir reden mit! Für ein besseres Zusammenleben an der Hauptschule."

Projekt : Sprachförderung durch Improvisationsspiel

Thema:    Rund ums Haus

1. Initiation

Die Idee, das Improvisationsspiel und die Ästhetik des Theaterspiels für die Sprachförderung von Kindern an der Hauptschule zu nutzen, entstand im Laufe der letzten Projektwoche im Oktober 2006. Die Woche stand unter dem Thema „Wir entdecken Mannheim“. Die Theaterpädagogin Isabel Mössner und die Konrekotrin Christine Senger boten das Projekt „Theater in Mannheim“ an. Die Schüler und Schülerinnen sollten sowohl die Möglichkeit bekommen, eine Theatervorstellung zu besuchen, eine Führung im Nationaltheater Mannheim zu erleben, als auch in einem Workshop selbst Schauspielerfahrung zu sammeln. Durch Improvisations- und Requisitenspiele entstanden kleine Szenen, an denen wie im richtigen Theater gearbeitet und geprobt wurde. Im Laufe der Proben wurde deutlich, wie gerade Kinder, die aus einem anderen Sprachraum stammen ( in der Mehrheit aus dem türkischen Sprachraum) von dieser Art der Textfindung und Verbesserung profitieren. Positiv wirkte sich dabei die Unmittelbarkeit des Lernens aus, da beim Theaterspiel die Konzentration und Energie auf das Spiel, auf den Umgang mit Kostüm und Requisite und dem Erfinden einer Geschichte liegt, so dass die Verbesserungen im Satzbau und Ausdruck wie nebenbei geschieht. Beim Spielen der eigenen Geschichte steht die Freude am Spiel und dem Erzählen im Vordergrund, die Lust am Sprechen tritt hinter die Angst des Fehlermachens zurück.

Die ästhetische Kraft des Theaterspiels ermöglicht ganzheitliches Lernen, in dem Sprache nicht nur gelernt, sondern sinnlich erfahr- und erlebbar gemacht werden kann.
Die Idee war geboren und die Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung kam wie gerufen.

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